Wenn Gott den Finanzmarkt reguliert – Warum Islamic Banking die Weltwirtschaft retten könnte

von Manuel Emonds

Emrah in seinem Büro in Charlottenburg

Emrah in seinem Büro in Charlottenburg

Islamic Banking ist im Kommen. Die Idee, das private Vermögen schariakonform anzulegen, ist für überzeugte Muslime eine Frage der Ehre. Kein Eingehenmüssen mehr auf die Normen der säkularen Welt. Kein Kapital, das nach ausbeuterischen Prinzipien vermehrt wurde. Kein Sündenfall mehr am Hochaltar des kapitalistischen Teufels. Schöne neue Welt – auch für den Rest? Weiterlesen »

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„…weil diese Leute nicht von einem anderen Planeten kommen…“

Interview mit Zeina Daccache

Zeina Daccache

Zeina Daccache

Die libanesische Theatertherapeutin und Filmemacherin Zeina Daccache arbeitet seit 2001 mit Drogenabhängigen, Verurteilten, traumatisierten und benachteiligten Menschen. Im Jahr 2008 hat sie Libanons erstes Gefängnis- Theaterprojekt ins Leben gerufen und 15 Monate lang mit 45 Inhaftierten des berüchtigten Beiruter Roumieh-Männergefängnisses an dem Theaterstück „12 Angry Lebanese“ gearbeitet. Ihr anschließend produzierter Dokumentarfilm vermittelt eine außergewöhnliche Botschaft von Hoffnung, Vergebung und der zweiten Chance. Weiterlesen »

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Hichkas – ein Rapper im Dienste einer Volksmeinung

von Goldkörper

Hichkas ist der bedeutendste Rapper im Iran. Musiker anderer Genres schätzen und setzen viel auf ihn. Noch wichtiger ist die Wirkung seiner Musik auf das mehrheitlich junge Volk Irans. Ein kurzer Eindruck vom Goldkörper Weiterlesen »

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„Neue Bilder im Kontext Migration“ – Berlins postmigrantisches Theater Ballhaus Naunynstraße auf Erfolgskurs

von Nora Haakh

Seit drei Spielzeiten schnappt auf dem Logo des Ballhaus Naunynstraße eine schwarze Promenadenmischung entschlossen nach einem roten Stern. Das Hinterhoftheater, eröffnet mit dem Anspruch „aus der dritten Reihe zu bellen“, ist seitdem in die erste Liga deutschen Theaters eingezogen. Das bescheinigt zumindest die Einladung zum Berliner Theatertreffen, das jährlich die zehn „bemerkenswertesten“ Inszenierungen des deutschsprachigen Raumes kürt. Mit der Ballhaus-Produktion „Verrücktes Blut“ von Nurkan Erpulat und Jens Hillje war 2010 erstmals die „freie Szene“ abseits etablierter Stadt- und Staatstheater vertreten. Konnte man sich zuvor noch beim Schlendern im Kiez spontan für einen Theaterbesuch entscheiden, sind Vorstellungen im Ballhaus seitdem lange im Voraus ausgebucht.

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Wahlkampf in Berlin

von Manuel Emonds

„Demokratie ist Haram – Die Gesetzgebung liegt allein bei Allah“ steht auf einem Plakat der BIG Partei, dem „Bündnis für Integration und Gerechtigkeit“, das in der Richardstrasse im Herzen Neuköllns zu finden ist. Weiterlesen »

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Die Macht der Musik

von Konrad Traupe

„…ich spreche im Namen der Menschen, die leiden und mit Füßen getreten werden.“          (Musiker/Song: „El Général“/ „Rais Lebled“)

„…ich spreche im Namen der Menschen, die leiden und mit Füßen getreten werden.“ (Musiker/Song: „El Général“/ „Rais Lebled“)

Singen, Rappen, Euphorisieren – Wie Musiker den arabischen Frühling mit ihrem „Soundtrack der Revolution“ beflügelten. Von vielen Gedachtes wurde von wenigen gesungen, gerappt, aber vor allem endlich ausgesprochen. System- und sozialkritische Musiker aus den Ländern Nordafrikas und des Nahen und Mittleren Ostens sprachen den seit Jahrzehnten unterdrückten Menschen aus der Seele und deren Songs verbreiteten sich dank Internet in Windeseile um die ganze Welt. Häufig in Form von Videos, die von Aktivisten via YouTube einer ständig wachsenden Community von Sympathisanten weitervermittelt wurden.

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Diwan #11 Release Party

Diwan_#11 release party

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Revolution per Mausklick?

von Karin Kutter

Facebook-Revolution_Tunesien

Heute schon protestiert? Per Mausklick am virtuellen „March of Millions“ in Solidarität mit den ägyptischen Demonstranten teilgenommen und sein Facebook-Foto mit einem „Atomkraft – Nein danke“-Button versehen. Noch nie war Revolte so einfach – und so angesagt. In Zeiten von Facebook wird Rebellion zum einfachen Klick, ein „gefällt mir“ genügt. Doch in den Ländern, in denen Presse- und Meinungsfreiheit wenig gelten, hat Facebook eine viel größere Bedeutung: Es wird das Kommunikationsmedium der Protestierenden in Zeiten von Unruhe und Umsturz. Warum es dennoch voreilig wäre, von einer Facebook-Revolution zu sprechen zeigt ein Blick auf die tunesische Revolution.

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Aserbaidschan auf der Suche nach sich selbst

von Rail Safiyev (ersch. Heft 10/Dezember 2010)

Nach dem Dornröschenschlaf der Sowjetzeit erwachen in dem Kaukasusstaat islamische Traditionen und kapitalistische Gier. Unter demokratischem Label formt aber vor allem Präsident Alijew junior das moderne aserbaidschanische Selbstverständnis Weiterlesen »

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Lernen nur für die Weiterreise

von Constanze Letsch (ersch. Heft 10/Dezember 2010)

In einer Schule der Caritas in Istanbul finden christliche Flüchtlinge aus dem Irak Hilfe, Abwechslung, einen Ansatz von Normalität – unbeachtet und unbehelligt von türkischer Flüchtlingspolitik  Weiterlesen »

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